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das politische System Thailands
Thailand ist seit 1932 eine konstitutionelle Monarchie. Der König nimmt eine Doppelfunktion ein: zum einen ist er das Staatsoberhaupt und zum anderen der höchste buddhistische Würdenträger. Seine Aufgaben beschränken sich auf die Repräsentation des Staates und kann im Groben mit dem Bundespräsidenten in der Bundesrepublik verglichen werden. Themen von politischer Brisanz werden jedoch vom König abgesegnet.
Das Parlament ist ein Zweikammersystem, das aus dem Senat und dem Abgeordnetenhaus besteht. Der Senat hat 200 Sitze und wird alle sechs Jahre gewählt, das Abgeordnetenhaus besteht aus 500 Sitzen und wird alle vier Jahre gewählt.
Das "Königreich Thailand" unterteilt sich in 76 Provinzen, die sich nochmals in Distrikte unterteilen.
Der Premierminister wird vom König ernannt und ist der Chef der Regierung.
Auch wenn die Struktur des politischen Systems Parallelen zu westlichen Demokratien erkennen lässt, handelt es sich beim thailändischen System um ein sehr verschiedenes Modell.
Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Gesetze nicht immer durch die Exekutive umgesetzt werden, da die Politik immer noch von einflussreichen Thailändern und Korruption beeinflusst wird.
Nicht selten wirken sich diese Einflüsse negativ auf die politische Handlungsfähigkeit und Unabhängigkeit aus.
Dennoch sorgt das politische System Thailands trotz Korruption und einer großen Kluft zwischen Arm und Reich für eine gewisse Stabilität, die nicht zuletzt auf den König zurückzuführen ist, der sehr hohes Ansehen genießt.